UNIVERSALTRAVELLER Aus China in die ganze Welt…

22Jan/120

Rumble in Manila

Die erste Nacht in Manila, Start einer 2-Wochen Backpackertour mit Robi. Die vergangene Woche in China zwang uns frueh ins Bett unserer low-profile Budgetabsteige ohne sich ins Nachtleben zu stuerzen. Morgens um 6 klingelt es an der Tuer, "Roomservice" ohne aufzugeben. Ich springe aus dem Bett und oeffne die Tuer. Vor mir steht eine kleine Filipina mit knappen Top und Hotpants die mich mit Rehaugen anblickt und fragt ob ich "Housecleaning" in Anspruch nehmen will. Ich lehne muede ab, zu spaet entdecke ich die grinsenden Gesichter von meinen franzoesischen Freunden Arnaud, Cyril, Greg und Lilian aus Tianjin die um die Ecke gucken und das iPhone auf uns halten, gerade erst auf dem Rueckweg aus der Bar. Wie zum Teufel haben die uns gefunden, wir haben dasHotel erst am Flughafen in Beijing gebucht?! Die Welt ist zu klein, aber der Spass ist perfekt.
Jetzt sitze ich bei 27 Grad am Pool und warte bis der Tag sich bewegt. Morgen fangen wir an uns durchs Land zu schlagen und ich habe das Gefuehl das wird ein interessanter Trip. Back to the roots, nur mit dem Rucksack und ein paar Pesos.
Ich erinnere mich an meine ersten Trips mit leeren Taschen und das damit verbundene Gefuehl. Ich moechte die Erfahrung nicht missen und liebe es so zu reisen - auch wenn ich froh bin das wir jetzt nicht mehr jeden Centavo umdrehen muessen.
Endlich Urlaub...

12Jan/120

Trombosegefahr

Als ich gestern von Tianjin nach Shenzhen flog passierte mal was Neues. Da ich aus unterschiedlichen Gründen die Tage davor nur wenig Schlaf bekam war ich gleich nach dem Start eingepennt. Trotz Noise-Cancelling Kopfhörer riss mich eine laute, fortlaufende Durchsage auf Chinesisch aus dem Schlaf. Da sie aus lauter Nummern bestand dachte ich ursprünglich an die Ansage einer Telefonnummer, und da gerade alle anderen Passagiere ihre Hände an die Decke reckten dachte ich es gibt was umsonst, da das in China normalerweise diese Reaktion hervorruft. Sekundenbruchteile später stellte ich fest das es sich um Kabinensport handelte (die Telefonnummer war 123412341234...), mit Klatschen und Strecken und Biegen und Klopfen und Stewardessen die im Gang vortanzten. Der Spuk dauerte noch eine ganze Weile, bis ich leicht erheitert wieder Ruhe fand.

 
Das Leben steckt voller Überraschungen die uns manchmal den Schlaf rauben. Manchmal durchaus amüsant, manchmal überhaupt nicht amüsant, aber dafür zum absolut falschen Augenblick. In 20.000 Fuss Höhe gibt es keinen Ausweg. Und Du stellst fest das 8 Jahre eine verdammt lange Zeit sind.

8Jan/120

Alles wird gut

Starker Track, guter Text, kann ich was mit anfangen.

Wer mich schon ein bisschen länger kennt, weiss warum.

 

Ebenso wie der hier:

Aus den selben Gründen...

Filed under: Uncategorized No Comments
28Nov/110

Das Streben nach Glueck

Mal ein Beitrag der sich mit einer etwas anderen Seite des Reisens beschäftigt, geschrieben während ich auf meinen Tianjin-Airlines-Flug mit 3 Stunden Verspätung gewartet hatte. Ein bisschen schwarz und negativer als mein übliches Geschreibsel und auch nicht 100%ig ernst zu nehmen, aber geschrieben ist es nunmal schon.

„Auch als Davongekommener erhole man sich nicht von der Nähe des Fremden“, heisst es. So bunt das Leben unterwegs auch ist, nicht immer schön, aber zumindest nicht langweilig, so ist man auch als Reisender nicht vor der Leere gefeit, ganz im Gegenteil: Menschen die Sicherheit hinter sich lassen um sich weit entfernt von der gewohnten Umgebung immer wieder aufs neue zu Messen tun dies eigentlich um der Leere zu entgehen, die Suche nach dem Besonderen das dem Leben als solches einen Sinn gibt. Doch früher oder später muss jeder feststellen das es dieses Gefühl nicht gibt. Egal was man tut und wie weit man sich wagt, langfristig fühlt man sich gleich, da einem all das was einst als Besonderheit galt Stück für Stück abstumpft. Das ist es warum sich Leute aus Flugzeugen stürzen und mit Kajaks durch die Arktis paddeln – das letzte Resort überhaupt noch was zu fühlen. Das ist auch der Grund warum Filmstars tot auf dem Fussboden ihrer Wohnung aufgefunden werden und Rockstars noch immer dieselben depressiven Lieder schreiben wie zu Beginn ihrer Karriere: Sie leben das Leben von dem alle Träumen, sie leben den Traum. Und müssen doch feststellen das sich sich noch genauso fühlen wie zuvor. Das Leben ist tragisch und es gibt keinen Punkt an dem sich das schlagartig ändert, eine unangenehme Erkenntnis wenn man Zeit seines Lebens auf der Suche danach war und es genau diese Suche war die als Antrieb diente, der besondere Persönlichkeiten und besondere Leistungen hervorbrachte, die sie überhaupt erst zu Film- und Rockstars machten.

Wohl dem den es nicht in die Extreme treibt. Wer zufrieden sein kann mit einem Haus, Garten und dem Wunsch nach einer Familie. Wem der Wunsch nach nachhaltiger Sicherheit wichtiger ist als der Wunsch nach Abenteuer und Abwechslung. Sicher, jeder Reisende wird mir zustimmen das jeder sich die Welt anschauen sollte und es unendlich viele Momente gibt die er weder verpassen noch missen wöllte. Doch letztlich gehts doch um das Streben nach Glück, wo auch immer man das findet. Und ein Zurück gibts nicht: „Auch als Davongekommener erhole man sich nicht von der Nähe des Fremden“. Die romantische Idee des Reisenden der mit weisem Blick auf das Erlebte zurückblickt und zufrieden in den Sonnenuntergang stielt ist eher mit dem Blick eines Drogensüchtigen zu vergleichen, dem alles andere zu langweilig ist und für den es während er sich von high zu high hangelt immer schwieriger wird sich zurechtzufinden und die Dinge und Menschen vernachlässigt um die sich die Welt eigentlich drehen sollte.

Ok, doch haben wir die die Erkenntnis erlangt, was dann? Plötzlich ist der Weg nach Vorne weg und der Boden unter den Füßen auch. Bleibt noch mit dem Kajak durch die Arktis paddeln.

Filed under: Uncategorized No Comments
19Oct/110

Long time no see

Es ist schon einige Zeit her seit meinem letzten, eher deprimierendem Eintrag. Dabei war der Sommer erstklassig!
Es ist nicht so als ob ich nichts erlebt hätte, ich habe eher zu viel erlebt. Mir fehlt die Zeit und die Inspiration und ich hab keine Lust einfache Aufzählungen von Erlebnissen zu katalogisieren.
Aber ich wollte auch nicht Nichts schreiben, also schrub ich das hier. Und das bleibt, bis mir wieder was Besseres einfällt.

Aber hey, ich hab immerhin ein paar neue Fotos hochgeladen.

5Jul/110

Weisheiten II

"Being alone might be painful sometimes, but at least it feels real." Maximilian Hecker

Filed under: Uncategorized No Comments
25Jun/110

“Ja, schon, aber…”

Die meisten Ausländer in China sind sich einig das die Chinesen nicht gerade zu den effizientesten Arbeitern gehören. Ihre relaxte Art ermöglicht zwar den Arbeitgebern sie ohne Klagen hin und her zu schubsen, dafür ist die Kassiererin im eMart aber auch relativ unbeeindruckt wenn an ihrer Kasse 50 Leute anstehen und sie in Zeitlupe kassiert, ebenso wie der Kunde unbeeindruckt erstmal alle 247 Produkte in Zeitlupe mit dem Kassenbon vergleicht, mit Seriennummer. Hin und wieder muss man also in China mal mehr Zeit mitbringen als erwartet und schafft im Privatleben auch einfach weniger.

Am meisten Zeit verschwendet habe ich bis jetzt allerdings bei der deutschen Botschaft.

21Jun/110

Little Known Facts

Chinesen arbeiten gerne im Sitzen. Auch wenn das manchmal äusserst albern und unpraktisch erscheint.

21Jun/110

Umwelt retten. Heute: China.

Hin und wieder kommt es auch mal vor das die Chinesen das, was die westliche Welt lange diskutiert, sich wuenscht und am Ende als zu teuer befindet einfach macht. Z.B. den Transrapid, den größte LCD-Bildschirm der Welt und Markenrechtsverletzungen. Oder eben Elektrobusse. Elektrofahrzeuge gibt es schon lange auch in zwei- und dreiraedriger Form millionenfach und alltagstauglich in Tianjin.

Neu sind allerdings die schnurlosen Elektrobusse.

Dieser Shuttlebus ist mir schon mehrfach auf meinem taeglichen Arbeitsweg begegnet. Das Fahrgeraeusch klingt eher nach dem surren einer Klimaanlage. Wahrscheinlich weils die Klimaanlage ist.

Wie kommt es das in Deutschland so viel über die Machbarkeit von Elektrofahrzeugen diskutiert wird und mir dann hier plötzlich ein kompletter Bus vor die Nase fährt? China halt...

15Jun/110

Alle Jahre wieder: Changchun

Wer meinen Post "Warum Changchun" kennt, weiss das ich schon einige Zeit in dieser Stadt verbracht habe, mit der ich wirklich gute Erinerrungen verbinde. Umso interessanter ist es nach einiger Zeit zurückzukehren und die Veränderungen in dieser kleinen Stadt zu beobachten. Und ebenso interessant ist es wie viel Spass ich in Changchun noch habe, obwohl ich mitlerweile in der drittgrößten Stadt Chinas lebe. Doch Changchun hat einfach vorzüge, die Übersicht, die Freundlichkeit, die Nähe zur Natur, allen voran aber meine Freunde.

 

Und so verbringe ich mein Wochenende mit Biertrinken, feiern und Motorradfahren, wenn auch nicht alles gleichzeitig.

--> Bilder